 foto: fognin Puppe: C.Thonett | Stefanie Reusch ist mein Name jetzt, geborene Grabe (welche Ironie...), bin am 11.06.1965 in Husum an der Nordsee zur Welt gekommen. Doch leider noch nicht richtig überzeugt, ich aß schlecht und schrie viel -kein Wunder- . Ich bin in einer Kaufmannsfamilie aufgewachsen, in der der Kunde König und alles Äußere, nebst Freunden wichtig war, wichtiger als die eigenen Kinder. Verständnis wurde frühzeitig eingebleut oder verschwiegen, alles in einem wohl eher zum eigenen Verstecken geeignet...
Repräsentierend für die damalige Zeit, gern ins Heute mitgenommen wuchs ich in einem minderen Selbstwertgefühl auf, ungefördert, ausgebremst, weggeschoben und ungehört ("unerhört"?). Mehr gab es nicht emotional, was auch die Dramatik der Generation aufzeigt.
So wuchs und wuchs ich heran (bis stattliche 1.85 m), machte artig meine Realschule ("Kind, was willst du mit Abitur und Kunst studieren?!?...), lernte Erzieherin für Heim-, Heil- und Sonderpädagogik.
Mit einer angeborenen Augenbehinderung ausgestattet (gelähmte Augäpfel-starke Kurzsichtigkeit) marschierte ich in den kleinen Ausschnitt meiner mir sichtbaren und dargebotenen Welt. Nach einigen artig abgeleisteten Berufserfahrungsjahren, Umzügen von A nach B, C, D und zurück, lernte ich einen Mann kennen und entschied mich kurzerhand für ein Kind, da mich mein damaliger Job zu einem Burn-out-Symdrom überredete. Die Mutterschaft katapultierte mich in meinen eigene Vergangenheit und der Weg begann von vorn... Ich jobbte hier und da und depressierte so vor mich hin, von meinem Unselbstwert nun gänzlich überzeugt. Nun war ich ja nicht mal behindert genug, um eine Rente zu beziehen- was kann ich eigentlich?
So besann ich mich meiner Ganzheitlichkeit und fand hier in Büchern den vermeintlichen Himmel, leider sooo weit weg. Ich machte eine Heilerausbildung, die mir nach 1,5 Jahren gänzlich den Boden unter meinen Füßen entzog und eine schwere Zeit durch den Sumpf der Jahre nahm ihren Lauf. Eine Meditationslehrerausbildung und alle mit Reifung und Erleuchtung verbundenen Übungen artig diszipliniert ausgesessen jobbte ich weiter in für mich unbefriedigenden Berufen, die eben noch in alten Denkschemata funktionieren. Meine "Kunst" und mein Humor begleiteten mich folgsam Stück für Stück zwar aus mir heraus, aber natürlich nicht aus Überzeugung (mein armes Selbst, Sie wissen ja...), bis ich mich für eine gute therapeutische Begleitung für einige Jahre entschied. So konnte ich dann nun doch ein wenig Fundament errichten und den Sumpf verlassen-Gott sei Dank. Meine Zeichnungen und Gedichte zeugen von diesem Weg. Aus meinem Sohn ist glücklicherweise ein selbstbewußter, zufriedener, selbstbestimmender Mensch erwachsen, der als geerdetes Wesen mich für meine integrierte Spiritualität milde belächelt.
So und nun? Erschaffe ich mir Teffis heile Welt, für eine Zukunft für alle, die mitspielen wollen.
Habe die Geisterfahrt meines Lebens hoffentlich beendet und möchte nun anderen helfen und vermitteln im absoluten Mitgefühl, dass es zu schaffen ist.
Meine „Künstlerkarriere“ fand in meinen Schrankschubladen statt, bis Freunde mich motivierten, sie ans Tageslicht und ins Leben zu bringen.
1997 Illustration eines Computerspiels für eine lerntherapeutische Praxis Ab 1998 Erstellen kleiner Aufragsarbeiten Ab 2004 Gedichtsbeiträge in der Frühstücksbühne ( s Marianne Tralau) April 2006, 6 wöchige Ausstellung im Eckernförder Rathaus 2009 Erstellen eines Exposés meiner Arbeiten als Buchidee für Bewerbungen bei Verlagen 2000-2010 Entwicklung, Erfindung und Erstellen von figürlichen in uns wohnenden Persönlichkeiten wie z.B. Die kleine grüne Petze |