![]() | Autorin: Ingeborg Fennema, geb. 1948 in Wiemeringhausen, Kreis Brilon, ist Diplom-Oecotrophologin und lebt und arbeitet als Systemaufstellerin in Eckernförde bei Kiel. Sie schreibt seit ihrem zwölften Lebensjahr Gedichte und Lieder, die in Form von Mantren gesungen werden.. Ihre Gedichte versteht sie als Ausdruck des Wachstums und der Entwicklung der Persönlichkeit, als Beschreibung des Seins und Sprache der Gefühle. „ Für mich ist Lyrik eine Form des künstlerischen Ausdrucks als geschriebene Bilder und Gesänge, die einen Pfad zur Seele bahnen.“ Ihre Inspiration erfährt sie durch tiefe Zen- Meditation und schamanische Ritualarbeit | ||||
![]() Das Lied
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![]() Lied: Das Mondschiff | |||||
| Gleichmut der Bäume |
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| Jene | Wo gingen jene hin, die niemals wiederkamen. Und deren bleiche Knochen durch schwarze Erde krochen. Und ihre reinen Seelen mit den Krähen durch die Lüfte eilten. Zu schreien, immer nur zu schreien im schrillen nie vergessenem Entsetzen.
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| Lied vom Wechsel | Hände handeln, Leere erscheint. Eilig, eilig fließet die Zeit.
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| Schwanengesang | Trau dem Ungeborenen in dir, | ||||
| Lied: Walpurgis | Ist der Schnee der heute fiel ein Lied von dir, vom Gestern Ist die Angst die uns befiel der Stürme eisige Schwestern. Flutet noch kein Sonnenlicht, keine Hand die Mauern zerbricht, um zu sich ganz zu gelangen. Ist der Wahnsinn der uns trieb der Ohnmacht blutige Peitsche. Ist die Kerbe die sie hieb des Zweifels listige Beute. Sperr die Zweifel in den Sack, wirf ins Feuer dies Lumpenpack. Tanze dazu einen Reigen. Ist das Leben wie ein Traum, ein Film, gespielt vom Denken. Ist der Schlaf der Lebensbaum, an den wir uns verschenken. Streift die Seele durch die Zeit, ruhet in der Ewigkeit, um im Sein zu verbleiben. | ||||
| Zorn | Die Möwen tragen Trauerflor, die Raben Myrthenkränze. Und aus den Verliesen befreit sich der Zorn wo Zelle um Zelle verendet. Wo Misstrauen schwelte als blutender Dorn, bis das Herz voller Licht ein geöffnetes Tor. Der Mund zum Kusse bereit dem Leben zugewendet. Ach, wie sich der Nebel vom Traume schied und bitterer Schaum die Klarheit rief, als er süß die Zunge benetzte. Dann gleitet der Blick übers weite Noor und spiegelt des Nachts Mond und Sternentor Und das Feuer verbrennet alle vergangenen Reste. Da hört das Wesen, das jetzt Ich Bin, der Amsel Gesang mit der eigenen Stimme. Die Füße sind mooriger Erdensaum, gehalten vom mächtigen Lebensbaum, gegrabener Wurzeln im Felsengestein, geschüttelt vom Sturm und Wetter. | ||||
| Ingeborg Fennema Reeperbahn 8 24340 Eckernförde Telefon: 04351/ 713998 refoermchen@gmx.de |
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